Mittwoch, 13. Mai 2009

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Mittwoch, 13. Mai 2009 – Wir sind wieder da.

Zugegebenermaßen – ganz überraschend kam die erneute Einladung in die Region Heiligendamm nicht, hatten doch Herr Dr. Schaper und Herr Kurbjuhn vom IIT nach unserer Präsentation durchblicken lassen, dass sie gern mit uns weiterarbeiten würden. In welchem Umfang das passieren sollte, ahnten wir im Januar allerdings noch nicht.

Statt eines dreitägigen Workshops erwartet uns dieses Mal ein komplettes Praxisprojekt, das uns das ganze Semester begleitet. Wir, das sind in diesem Fall die Masterstudenten Marketingkommunikation (2. Semester) und die Bachelorstudenten Kommunikationsdesign (3. Semester). Umfangreiche Aufgaben erfordern eine umfangreiche Vorbereitung und so ging die Arbeit schon lange vor unserem ersten Besuch in Heiligendamm, Kühlungsborn und Co. los – tatsächlich haben wir die erste Zwischenpräsentation des Konzeptes bereits hinter uns.

Inzwischen sollten also alle teilnehmenden Studenten hinreichend vertraut sein mit dem aktuellen europäischen Tourismusmarkt (die Wirtschaftskrise hat weniger Einfluss als man so denkt), der Region – so weit das mittels Internetrecherchen möglich ist (Heiligendamm ist das älteste Seebad Deutschlands), potenziellen Konkurrenten (nicht nur auf Usedom sind die Bedingungen ähnlich) und internationalen Zielgruppen (Skandinavier bleiben durchschnittlich 2,5 Tage und geben zwischen 85 und 130 Euro pro Tag aus). Jeder einigermaßen mit der Erstellung von Kommunikationskonzepten vertraute Mensch erkennt an dieser Stelle: Die Forschung ist weitestgehend abgeschlossen.

Trotzdem ist ein Besuch vor Ort natürlich wichtig – wie auch sonst kann es enorm helfen, das Produkt zu testen, bevor man es an den Mann oder die Frau bringen soll bzw. will. Wie „schmeckt“ die Region also eigentlich? Und wenn wir dann schon mal vor Ort sind, können wir die Gelegenheit auch nutzen und gleich ein paar nette Urlaubsfotos machen, die wir wiederum später für Imagebroschüren und Internetauftritt verwenden können.
Statt mit dem Zug reisen wir dieses Mal – unter anderem auf Grund des umfangreichen Equipments – in zuvor selbst gewählten Fahrgemeinschaften an. Um 11.01 Uhr befahren wir stolz hupend den Hof von Herrn Dr. Schapers Anwesen und sehen schön am Befüllungszustand des hauseigenen Parkplatzes, dass hier jegliche Eile unnötig war. Wir sind erst das dritte Auto aus Berlin.

Statt also sofort mit dem doch straff organisierten Tagesablauf zu beginnen, gesellen sich zunächst alle Anwesenden auf der Dachterasse zueinander, um übliche Anekdoten über Autobahnen, das Wetter und die Verspätung der anderen loszuwerden. Fotogruppen werden eingeteilt, Kameras und Equipment aufgeteilt und schon kann es los gehen, mit der Knipserei: Egal ob Glasbläserei, Eisenbahn, Rapsfeld oder Strandkorb – in den nächsten drei Tagen ist nichts (aber auch wirklich gar nichts) vor unseren Kameras sicher.

 

 

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