Samstag, 17. Januar 2009, 22.52 Uhr

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Welcome to the „German Riviera“!

Seitdem der Wecker heute Morgen geklingelt hat, sind inzwischen 17 Stunden vergangen – die natürlich unter keinen Umständen der Öffentlichkeit vorenthalten werden sollen. Deshalb kommt hier eine kleine Zusammenfassung mit unseren persönlichen Highlights.

Treffpunkt am Berliner Hauptbahnhof um 8.30 Uhr – gar nicht so einfach, wie sich heraus stellt, schließlich gibt es gefühlte 200 Gleise und die sind dann jeweils auch noch einen Kilometer lang. Aber als Design-Akademie-Studenten kann uns so ein kleines Organisationsproblem natürlich auch zur eigentlichen Schlafenszeit nicht aus der Ruhe bringen und so entern wir pünktlich – leider mit einem krankheitsbedingten Ausfall – den Regional-Express in Richtung Rostock…


Zwei Stunden dauert die Fahrt ins tiefste MeckPom, dann kommen wir in Rostock an – und wir sind nicht alleine: Rund 100 Fussballfans, die Krach machen für 2000, verlassen mit uns den Zug und werden auch gleich von der Rostocker Hundertschaft in Empfang genommen, die im sympathischen Grün den Weg in Richtung Bus weist. Auch für uns geht es mit dem Bus weiter – zum Glück aber mit einem anderen, in dem der Alkoholpegel bei null liegt. Nach weiteren 50 Minuten Busfahrt erreichen wir die Perle des Ostens und das Ziel unserer Reise: Heiligendamm. Genau genommen verlassen wir es aber zwei Minuten später schon wieder, denn länger braucht der Bus nicht, um an Kempinski und einigen wenigen anderen Sights vorbei zu rattern.


Unser Quartier ist ein Dorf weiter, in Klein Bollhagen. Schon am Bus erwartet uns Dr. Schaper – unser Gastgeber und Mitinitiator des Projekts. Für uns sind drei Häuser und eine Ferienwohnung vorbereitet, die wir sofort beziehen können. Nicht umsonst wurden hier fünf Sterne für die Qualität der Appartements vergeben – viele Annehmlichkeiten vom offenen Kamin über Flachbild-TV bis Begrüßungssekt erwarten jeden von uns. Zu schade, dass wir keine Zeit zum Urlaub machen haben…


Pausen sind im Programm nicht vorgesehen, also geht es nahtlos weiter mit einer Begrüßung durch Dr. Schaper, später kommen auch Frau Cassube und Herr Kurbjuhn von der Initiative Internationaler Tourismus e.V. (IIT) dazu, die uns zu diesem Projekt eingeladen haben. Auch von uns hat ja jeder noch ein Referat vorbereitet, so dass wir zeitlich etwas auf die Tube drücken müssen, bevor es um 19h Abendessen gibt – Dr. Schaper tischt uns Bratwürstchen mit Sauerkraut und Kartoffeln auf, selbst gekocht. Pünktlich zum Essen trifft auch Barbara Hertwig auf Gut KleinBollhagen ein. Zugegebener Maßen: Die meisten kennen Heiligendamm in erster Linie aus dem Fernsehen – schließlich hat Angie vor nicht allzu langer Zeit die G8-Staatschefs in das örtliche Kempinski geladen. Aber darüber hinaus? Morgen gilt es das herauszufinden: Eine kleine Sightseeing-Tour soll uns die Vorzüge der Region näher bringen bevor wir uns an die strategische Ausarbeitung einer Marke „Heiligendamm“ machen.


Auch in dieser Richtung gab es vom IIT – angestoßen von Dr. Schaper und Herrn Kurbjuhn – bereits erste Anläufe die Region Heiligendamm interessant zu machen. Weil hier in erster Linie ausländische Touristen angesprochen werden, die sich auch im Winter für die Region interessieren sollen, bekam die Region Heiligendamm den Beinamen „German Riviera“. Über das Potenzial dieser „Marke“ und Möglichkeiten der Weiterentwicklung soll im Rahmen dieses Workshops auch entschieden werden.


Erstmal aber wollten wir es uns nicht entgehen lassen, die Annehmlichkeiten einer Fünf-Sterne-Unterkunft zu erkunden und so fand sich nach dem Abendessen eine kleine Gruppe im Wellness-Bereich mit Sauna und Außen-Whirlpool ein. Während die Sauna Probleme bereitete und die Temperatur die 40 Grad-Marke nicht überschritt, überzeugte der Whirlpool mit verschiedensten Massage-Funktionen und mehrfarbiger unter-Wasser-Beleuchtung. Noch während wir im Whirlpool liegen und der erste Tag des Abenteuers noch nicht vorbei ist sind wir uns einig: Wir kommen wieder…

(Simone Kok)

pdf Bericht in der Ostsee-Zeitung (21.01.2009)

 

 

 

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