|
Sonntag, 18. Januar 2009
Natürlich sind wir nicht zum sonntäglichen Ausschlafen hier, und so beginnt der neue Tag um 9 Uhr mit dem Frühstück.
Auch hier beweist Herr Dr. Schaper wieder Geschmack und empfängt uns am perfekt und reichhaltig gedeckten Tisch. Nach erster Stärkung finden wir uns im Seminarraum ein und hören zu, was unser Gastgeber zu sagen hat. Nach langjähriger Erfahrung im Sales-Bereich hat er seine Ergebnisse in einem Vortrag zusammengefasst und lässt uns nun teilhaben an seinen Erkenntnissen: Eine emotionale Ansprache wünscht er sich im Marketing und natürlich auch für das Projekt Heiligendamm und die Möglichkeit, aus einer Marke einen Kult und daraus einen Mythos machen zu können. Wir hören interessiert zu und stellen bei der Nachbetrachtung fest, dass sich seine Erkenntnisse mit dem decken, was auch an der dab in den Grundlagen-Seminaren gelehrt wird. Eine gemeinsame Basis ist also gelegt…
Im Anschluss machen wir uns auf zur Sight-Seeing-Tour und stoppen zunächst am Bad Doberaner Münster, dessen Architektur durchaus überzeugend ist. Dr. Schaper kennt sich gut aus und kristallisiert sich schon bald als hervorragender Reiseführer heraus… Leider spielt das Wetter nicht ganz mit und so öffnen sich etwa zeitgleich unsere Autotüren und die Himmelspforten aus denen der Regen nur so strömt. Aus dem geplanten Strandspaziergang wird also erstmal nichts, stattdessen können wir aber endlich wahr machen, was uns schon seit der ersten Projektbesprechung im Kopf rumgeistert: Es gibt Fischbrötchen!
Natürlich darf auf einer Tour durch die Region auch ein Besuch im geschichtsträchtigen Kempinski nicht fehlen und so finden wir uns schon bald im Foyer des Luxushotels wieder, zwischen brokatbezogenen Sesseln im Empire-Stil, holzvertäfelten Bibliotheken und einem Mops mit Swarowski-Halsband – C’est la vie… Bei einem Besuch im zugehörigen Sterne-Restaurant halten wir einen kurzen Plausch mit einem der Angestellten, der bereitwillig erklärt, dass im Winter auch das Kempinski zu leiden habe (fünf Tage mit Frühstück gibt es bereits ab 400 Euro), während im Sommer der Laden brummt (wer Glück hat bekommt das günstigste Zimmer für 500 Euro die Nacht).
Voller Eindrücke sammeln wir uns wieder auf dem Gut und haben nun am Nachmittag erstmals Zeit, als Gruppe zu arbeiten. Zunächst muss die Vorgehensweise diskutiert werden – was bei acht Personen schon die eine oder andere Stunde in Anspruch nehmen kann. Nachdem diese Hürde genommen ist, entscheiden wir, dass für die Claim-Entwicklung wohl Kleingruppen die bessere Arbeitsatmosphäre bieten und teilen uns auf. Zu dritt oder zu viert geht die Kreativ-Session dann also vor dem Kamin weiter – mit brennendem Feuer im Hintergrund sollte die zündende Idee doch nicht allzu lange auf sich warten lassen.
Herr Dr. Schaper sorgt auch an diesem Abend wieder für ein Festmahl und lädt uns um 20 Uhr zu einem Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffeln ein – herrlich und „wie bei Muttern“. Vor dem Kamin geht es nach dem Essen weiter: Dr. Schaper hat zu einem Weinabend geladen und wir nehmen dankend an, hat er doch den schönsten Kamin von allen. Einige Gläser und Geschichten später verabschiedet sich der Herr des Hauses in die obere Etage und für uns ist klar, wo der angebrochene Abend enden soll: Im Whirlpool! Bepackt mit einer Flasche Rotkäppchen entern wir das 40 Grad warme Farbenspiel. So lässt es sich doch gleich viel entspannter über Claims diskutieren…
|